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Die Brennnessel

Nach Rudolf Steiner ist die Brennnessel (Urtica dioica) "die größte Wohltäterin des Pflanzenwachstums" und so empfinde auch ich sie. 

Als Heilerin wirkt die Brennnessel bei vielen Beschwerden wie z.B. Ekzemen, Diabetes, Erkrankungen der Harnwege, Verdauungsstörungen, Milzleiden, Allergien, Ermüdungs- und Erschöpfungszustände durch Eisenmangel, Rheuma und Gicht, Haarwuchsprobleme usw.

Als jährliche Frühjahrskur lohnt es sich 4 Wochen lang mit dem frischen Kraut einen Tee zuzubereiten und davon täglich eine Tasse vor dem Frühstück und 2 weitere im Laufe des Tages zu trinken. Dieser Tee wirkt tonisierend, blutreinigend und blutbildend. Möglich ist es auch ein Brennnesselwasser herzustellen und dies über den Tag verteilt zu trinken. Dazu gibt man eine handvoll junge frisch geerntete Brennnessel in eine Karaffe mit Wasser und lässt sie etwa 6 Stunden darin liegen. Das Wasser schmeckt danach fruchtig und erfrischend.

Die Brennnessel enthält sehr viel Eisen, welches leicht von unserem Organismus aufgenommen werden kann.

Interessanterweise besitzt das Blattgrün, welches die Sonnenenergie auffängt und Leben spendet, dieselbe molekulare Struktur der rote Blutfarbstoff unseres Organismus.

Mit ihrer Frühlingsenergie reinigen die Brennnesseln uns von Schlackenstoffen und Säureüberschuss und stärken unsere Nieren und unsere Blase. Außerdem enthalten sie viel Vitamin C (30 mal soviel wie Kopfsalat), Vitamin E,B,K, Karotinoide, Mineralstoffe wie Kalium und Calcium und eben Eisen.

Die Wurzeln der Pflanze wirken auf den Hormonhaushalt und die Samen, die man roh essen kann, bringen sofortige Energie bei Erschöpfung und Leistungsschwäche.

Und nicht nur als Heilerin wirkt die Brennnessel, sondern auch in der Küche können wir sie vielseitig einsetzen.

So hat sie z.B. immer einen Platz in unserer 9 Kräutersuppe, die wir jedes Jahr um den Gründonnerstag kochen.

Aus den jungen Blattspitzen kann zusammen mit Olivenöl und Nüssen ein wunderbares Pesto bereitet werden und auch eine frische Brennnesselsuppe ist sehr schmackhaft.

Noch vieles mehr könnte ich über die Brennnessel schreiben, aber eins ist sicher: Die Brennnessel hat die Bezeichnung "Unkraut" nun wirklich nicht verdient. Sie ist eine meiner Lieblingspflanzen und Verbündete geworden und seit ich sie immer besser kennen lerne, darf sie auch in meinen Garten wachsen -

ich freue mich jeden Frühling, wenn ich sie entdecke und mir dann den ersten Brennnesseltee kochen kann...

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